Grafik mit Aufschrift: Anleitung Verwischen digitaler Spuren

29. und 30. September 2026 (zweitägig, in Präsenz in Nürnberg, Gostenhof): 

Schreibwerkstatt: Sprache als Werkzeug – Professionelle Textbausteine für Stellungnahmen an Jugendämter und Familiengerichten

Die Schreibwerkstatt schließt inhaltlich an den Fachtag „Rechtssicherheit“ (2025) an. Sie richtet sich an Mitarbeiterinnen aus Frauenhäusern, Fachberatungsstellen/Notrufen und Interventionsstellen in Bayern, die ihre Schreibpraxis professionalisieren und Sprache bewusst als Arbeitsinstrument einsetzen möchten. Stellungnahmen für Jugendämter und Familiengerichte gehören zu den anspruchsvollsten Texten im Arbeitsalltag des Frauengewaltschutzes. Sie müssen Gewalt- und Bedrohungslagen präzise darstellen, Schutzbedarfe nachvollziehbar begründen und zugleich die Perspektive der betroffenen Frauen wahren. Stellungnahmen spielen eine wesentliche Rolle für den Entscheidungsfindungsprozess der Familiengerichte und für die daraus folgenden Maßnahmen durch die Jugendämter - mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben der gewaltbetroffenen Frauen und ihrer von häuslicher Gewalt mitbetroffenen Kinder. Der fachliche Anspruch dieser Texte steht oft im Spannungsfeld von Zeitdruck, rechtlichen Kontexten und hoher Verantwortung. Für eine systematische Weiterentwicklung der eigenen Schreibpraxis bleibt im Alltag jedoch meist wenig Raum. In der Schreibwerkstatt entwickeln Sie gemeinsam mit juristischen Expertinnen und Kolleginnen praxisnahe, rechtssichere Textbausteine, die Sie unmittelbar in Ihrer täglichen Arbeit einsetzen können. Dazu gehören u. a. Standardformulierungen für typische Fallkonstellationen, schlüssige Argumentationslinien sowie präzise und überzeugende Schlussfolgerungen.

Am Ende des Workshops verfügen Sie über eine persönliche Sammlung erarbeiteter Textbausteine, die direkt in den Berufsalltag übernommen werden kann. Gleichzeitig stärken Sie Ihre Sicherheit im Umgang mit sensiblen Formulierungen, fachlichen Bewertungen und formellen Anforderungen.

Referentinnen: Prof. Dr. Simone Emmert, LL.M.Eur., Professur für Familienrecht sowie Kinder- und Jugendhilferecht, Technische Hochschule Georg Simon Ohm, Nürnberg und Claudia Hohmeister, Rechtsanwältin und Mediatorin, Fachanwältin für Familienrecht, Karlsruhe 

Moderation und Organisation: Dr. Inken Tremel, Landesweite Koordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt der Freien Wohlfahrtspflege Bayern


Anmeldung zur Schreibwerkstatt: Sprache als Werkzeug – Professionelle Textbausteine für Stellungnahmen an Jugendämter und Familiengerichten

Beschreibung und Informationen zur Veranstaltung siehe oben

! Organisatorische Hinweise !

  • Die Anmeldung ist mit einer verbindlichen Teilnahme an beiden Tagen verbunden.
  • Die Teilnehmerinnenzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.
  • Die Auswahl des Workshops wird berücksichtigt, kann jedoch nicht garantiert werden.
  • Übernachtungen sind eigenständig zu organisieren.
  • Tagungsgetränke werden gestellt. Die Kosten für Mahlzeiten tragen die Teilnehmerinnen selbst.

Datum: 29.09.2026 - 10:00 30.09.2026 - 16:00:00

Teilnehmeranzahl: 30


2026 Februar: Vortrag (online): Vorstellung der Empfehlungen zur perspektivischen Integration von Frauenhäusern mit unterschiedliche Konzepten in Bayern und fachliche Einschätzung der Freien Wohlfahrtspflege. In einem halbstündigen Input werden die zentralen Aspekte der Empfehlungen vorgestellt und  das Thema geheime Adresse/Anonymität vertieft. Im Anschluss an den Input bleibt Raum für Austausch und Diskussion.

Teilnehmer*innen: Fachpersonen aus dem bayerischen Frauengewaltschutz

2025 Oktober: Fortbildung (online): Digitalisierte Gewalt in der beraterischen Praxis: Inhalte der Fortbildung sind Grundlagen zu digitalen Gewaltformen sowie praktische Methoden der digitalen Trennung und zur Absicherung des Standorts, des Smartphones sowie mobiler Cloud-Konten. Fachlich ausgestaltet wurde die Fortbildung von Ein Team gegen digitale Gewalt aus Berlin, die Gewaltschutzeinrichtungen in ganz Deutschland mit Technik-Knowhow unterstützen.

Teilnehmer*innen: Berater*innen aus Bayern, die mit von Gewalt bedrohten und gewaltbetroffenen Menschen arbeiten.

2025 Oktober: Fortbildung (online): Online-Beratung des bayerischen Frauengewalthilfesystems, gemeinsam mit Zone 35: Im Workshop werden konkrete anwendungsbezogene Herausforderungen von Assisto gesammelt und praktisch eingeübt, wie sich diese Probleme in der Anwendung lösen lassen.   

Teilnehmerinnen: Online-Beraterinnen aus bayerischen Fachberatungsstellen/Notrufen, Frauenhäusern und Interventionsstellen.  

2025 März: Workshop (online): Onlineberatung im bayerischen Frauengewalthilfesystem, gemeinsam mit Zone 35: Im ersten Teil wurden Vorteile und Herausforderungen der Onlineberatung in der Praxis anhand der folgenden Fragen gesammelt und diskutiert: Wird Assisto von allen oder nur von einzelnen Beraterinnen genutzt? Gibt es technische Hürden bei der Umsetzung und Anwendung? Ist die Anzahl der Anfragenden und Nutzerinnen zufriedenstellend? Was melden Klient*innen zur Nutzung der Online-Beratung  zurück? Welche Aspekte von Assisto können aus Ihrer Sicht verbessert werden? Anschließend wurden die Erfahrungen mit der Nutzung der Messenger App (Umfang der Nutzung, Zufriedenheit mit der App, Rückmeldungen von Klientinnen zur App etc.). Im zweiten Teil wurde gemeinsam ventiliert, welchen Wert die Online-Beratung im beruflichen Alltag hat, ob sich die Beratung gewaltbetroffener Frauen gut via Assisto gestalten lässt und ob (weitere) Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit für die Online-Beratung gebraucht wird. 
 

Teilnehmerinnen: Online-Beraterinnen aus bayerischen Fachberatungsstellen/Notrufen, Frauenhäusern und Interventionsstellen.  

2024 Dezember: Vortrag (online): Gewalt in der Beziehung der Eltern: Dynamiken, Muster und Auswirkungen auf die Kinder von Professorin Dr. Barbara Kavemann für den Fachvortrag gewinnen. Barbara Kavemann ist eine deutsche Sozialwissenschaftlerin, die sich seit den 1980er Jahren mit den Themen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, Gewalt in Paarbeziehungen sowie Präventionskonzepte gegen sexuellen Kindesmissbrauch wissenschaftlich beschäftigt. Nicht zuletzt durch den Einbezug der Betroffenenperspektive und den Erfahrungen der Fachpraxis sind ihre Forschungsarbeiten wegweisend. Inhaltlich wurden im Vortrag die Dimension häuslicher Gewalt behandelt und Formen, Dynamiken und Muster von Gewaltverhältnissen dargestellt. Es ging um spezifische Risiken und Risikokonstellationen, um Zusammenhänge mit Kindesmisshandlung und um die Folgen für Kinder und Jugendliche, die Gewalt zwischen ihren Eltern miterleben (müssen).  Im Anschluss war Zeit für Fragen und Anmerkungen.

Teilnehmer*innen. Insgesamt knapp 100 Fachkräfte aus dem bayerischen Frauengewaltschutzsystem, Frauenhäuser, Fach- und Interventionsstellen sowie Fachstellen für Täter*innenarbeit.

2024 Juli: Workshops (München und Nürnberg): Gefährdungsmanagement häusliche Gewalt gegen Frauen: Im Fokus dieser Workshops standen die Praxiserfahrungen der Fachfrauen aus dem bayerischen Frauenhilfesystem zur Nutzung von Instrumenten zur Gefährdungseinschätzung, dem Vorkommen und dem Umgang mit Hochrisikofällen sowie der Einbindung in interdisziplinäre Fallkonferenzen. Ergänzt wurde dieser Erfahrungsaustausch mit Beispielen guter Praxis aus Nürnberg und München. Abgerundet durch die Ermittlung der Bedaref der Fachpraxis. Die Workshops wurden von der Koordinierungsstelle organisiert und zusammen mit dem Teilbereich Frauen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern durchgeführt.

Teilnehmerinnen: Insgesamt knapp 60 Fachfrauen aus bayerischen Frauenhäusern, Fachberatungs- und Interventionsstellen.

2023 Dezember: Seminar (online): Gestaltung schriftbasierter Online-Beratung. Die Fortbildung wurde von der Onlineberaterin Kerstin Lindsiepe aus Nürnberg durchgeführt. Das Online-Seminar besuchten Beraterinnen, die bereits erste Fortbildung und Erfahrung in der schriftbasierten Onlineberatung gemacht haben. Der Fokus des Seminars lag auf schwierigen Themen in der Onlineberatung mit gewaltbetroffenen Frauen (bspw. Krisen, „Vielschreiberinnen“). Es wurden gemeinsam Schreibübungen ausprobiert und ein Austausch zu aktuellen Themen angeregt. Die Teilnehmerinnen hatten die Möglichkeit, aktuelle Herausforderungen in der schriftbasierten Online-Beratung einzubringen.

Teilnehmerinnen: Online-Beraterinnen aus bayerischen Fachberatungsstellen, Frauenhäusern und Interventionsstellen

2023 November: Fortbildung (online): Digitalisierte Gewalt in der beraterischen Praxis: Inhalte der Fortbildung waren Grundlagen zu digitalen Gewaltformen sowie praktische Methoden der digitalen Trennung und zur Absicherung des Standorts, des Smartphones sowie mobiler Cloud-Konten. Fachlich ausgestaltet wurde die Fortbildung von Ein Team gegen digitale Gewalt aus Berlin, die Gewaltschutzeinrichtungen in ganz Deutschland mit Technik-Knowhow unterstützen.

Teilnehmer*innen: Über 60 Berater*innen aus Bayern, die mit gewaltbetroffenen Frauen, Männern und Personen der LGBTIQ+-Community arbeiten.

2023 Mai: Workshop (online): Online-Beratung des bayerischen Frauengewalthilfesystems: Im Workshop wurden von der Koordinierungsstelle die Ergebnisse der Umfrage zur Arbeit mit dem Assisto-Tool (Herbst 2022) vorgestellt und diskutiert. Darauf folgte eine Präsentation der Arbeitsergebnisse der AG Öffentlichkeitsarbeit mit dem Fokus: Wie können wir die Onlineberatung in Bayern bekannter machen? Der Fortbildungsbedarf der Online-Beratenden wurde ermittelt und zur sich in der Entwicklung befindenden Messenger-App informiert.

Teilnehmerinnen: Online-Beraterinnen aus bayerischen Fachberatungsstellen/Notrufen, Frauenhäusern und Interventionsstellen.  

2021 Mai: Fortbildung (online): Cyberstalking – Schutz vor digitaler Ortung und Überwachung: Inhalte der Fortbildung waren die Durchführung einer Risikoanalyse mit den gewaltbetroffenen Frauen (und Ihrer Kinder), das Aufzeigen der unterschiedlichen Überwachungsmöglichkeiten sowie das Vorgehen zur Absicherung digitaler Geräte. Fachlich ausgestaltet wurde die Fortbildung von Ein Team gegen digitale Gewalt aus Berlin, die Gewaltschutzeinrichtungen in ganz Deutschland mit Technik-Knowhow unterstützen.

Teilnehmerinnen: Insgesamt circa 90 Beraterinnen aus bayerischen Fachberatungsstellen/Notrufen, Interventionsstellen und Frauenhäusern.

2020-2021: Organisation der praxisbegleitenden Weiterbildung der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V. (BAG TäHG) zur Fachkraft für Täterarbeit Häusliche Gewalt nach BAG TäHG (FTHG®).

Teilnehmer*innen: Mitarbeiter*innen der bayerischen Fachstellen Täterarbeit hG

2020-2021: Schulung Einführung in die Onlineberatung: Inhalte der Fortbildung waren die E-Mail, Chat und Videoberatung, Besonderheiten und Herausforderungen in der (schriftbasierten) Onlineberatung, Krisen in der Onlineberatung, Beziehungsaufbau in der Onlineberatung, Methodisches Lesen und Schreiben sowie Übungen und Reflexionsaufgaben zu Lesen und Schreiben von Email- und Chatberatung.            

Teilnehmerinnen: Insgesamt über 90 Beraterinnen aus Fachberatungsstellen/ Notrufen, Interventionsstellen und Frauenhäusern.


Anmeldung zum Fortbildungs-Workshop

Beschreibung und Informationen zur Veranstaltung

Datum: 11.04.2025 - 12:54